Internationaler Tag der Berge

Aus der Ökologie 11.12.2021.

Der Internationale Tag der Berge wurde 2003 von der UN-Generalversammlung ausgerufen und auf den 11. Dezember gelegt. Dies, nachdem das Internationale Jahr der Berge, das 2002 von den Vereinten Nationen ausgerufen wurde, die Notwendigkeit aufgezeigt hatte, das Bewusstsein für die wesentliche Bedeutung der Berge und die nachhaltige Entwicklung ihrer Umwelt zu schärfen, um dadurch die Lebensqualität der Bevölkerung zu erhalten.

Angesichts der entscheidenden Rolle der Berge bei der Erhaltung der Ökosysteme und ihrer Anfälligkeit für den Klimawandel besteht das Ziel dieses internationalen Tages darin, das Bewusstsein für die Bedeutung der Berge zu schärfen.

Obwohl viele sich dessen nicht bewusst sind, ist es interessant sich ins Bewusstsein zu rufen, dass Berge ein Viertel der Weltlandschaft ausmachen, die Hauptquelle der weltweiten Versorgung mit Trinkwasser und anderen Ressourcen sind, ebenso sind sie bedeutende Zentren der biologischen, geografischen und Landschaftsvielfalt und darüber hinaus das Zuhause seltener Pflanzen- und Tierarten.

ALLES ÜBER 500m IST EIN BERG!

Meistens werden Erhöhungen über 500 m Höhe als Berg und unter 500 m als Hügel bezeichnet (auch wenn diese Grenzen variieren). In Kroatien stellen Gebiete, die oberhalb von 500 m über dem Meeresspiegel liegen, etwa 21 % der Gesamtfläche; die höchsten Gebirge sind das Dinarische Gebirge, das Biokovo-Gebirge und der Velebit.

Die meisten Berge Kroatiens gehören zum Dinarischen Bergsystem, das sich von Slowenien bis nach Albanien erstreckt. Die Dinariden bestehen zumeist aus Kalkstein und zeichnen sich durch ihr Karstrelief aus, während die Berge im Landesinneren (ehemalige Inseln des Pannonischen Meeres) etwas niedriger, bewaldeter, von ihrer Entstehungsgeschichte her älter und allgemein zugänglicher sind.

Berggebiete sind meist dünn besiedelt. Dennoch sind sie aufgrund ihres Reichtums an natürlichem Erbe, aufgrund der Vielfalt an oberirdischen und unterirdischen Reliefformen, aufgrund der Schönheit der Landschaften überaus attraktiv und laden zum Besuchen und zur Erholung. Diese Werte wie auch die Notwendigkeit, eben sie zu erhalten, haben dazu beigetragen, dass viele Berggebiete durch eine bestimmte Schutzkategorie geschützt werden.

In Kroatien werden daher unter den Berggebieten als überwiegend gebirgig die strengen Naturschutzgebiete Hajdučki kuk und Rožanski kuk, Bijele i Samarske stijene, die Nationalparks Risnjak, Nördlicher Velebit, Plitvička jezera, Krka und Paklenica, die Naturparks Učka, Velebit, Biokovo, Medvednica, Papuk und Žumberak-Samoborsko gorje sowie zahlreiche andere Schutzgebiete in den Kategorien Naturschutzgebiet, Naturdenkmal und Bedeutendes Naturgebiet geführt.

Zahlreiche kroatische streng geschützte Arten und Endemiten finden ihren Lebensraum gerade in den Bergen, darunter Wolf, Luchs, Bär, Habichtseule, Velebit-Degenie, Biokovo-Büschelglocke, Gelber Frauenschuh, etc.

In Kroatien wird der internationale Tag der Berge sehr oft mit zahlreichen Ausstellungen, Vorträgen, organisierten Ausflügen und Bergwanderungen begangen; als Träger der Veranstaltungsorganisation treten Museen, Schutzgebiete, Vereine und Bergsteigerverbände auf. In diesem Jahr ist die Anzahl der Veranstaltungen corona-bedingt nicht so groß; nichtsdestotrotz können das Wandern und das Genießen der frischen Luft und all der Schönheit, die die Berge uns geben, auch in Zeiten wie diesen genossen werden.

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